Hypnose 7
Der Raum der Sicherheit
Diese Hypnosesitzung wird mit der Blickfixationstechnik eingeleitet. Halten Sie hierzu Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand an den Fingerspitzen zusammen und lassen sie den Klienten darauf schauen. Halten Sie die Finger so, dass der Klient bequem liegen/sitzen kann und die Finger auf Augenhöhe (oder ganz leicht erhöht) in ca. 20 Zentimeter Abstand fixieren kann.
Einleitung
Mach es dir bequem und richte den Blick auf den Punkt zwischen meinen Fingern.... Konzentriere dich ganz darauf und fixiere meine Finger mit beiden Augen... Vielleicht merkst du schon, wie der Hintergrund dabei langsam verschwimmt... und dabei gehst du in eine schöne, angenehme Trance... Mit der Zeit werden die Augen müde vielleicht merkst du es noch nicht ganz langsam wird eine angenehme Müdigkeit in deine Augen einkehren...... sodass es viel angenehmer ist... sie einfach zu schließen...... Und sobald dein Gefühl dir sagt, es wäre angenehmer, die Augen nun zu schließen kannst du sie einfach zumachen... und dich ganz tief entspannen wobei dein Unterbewusstsein sich ganz weit öffnet... und dich bei allem unterstützt, was du erreichen möchtest.
[Falls die Augen noch offen sind: Vielleicht schließt du jetzt einfach deine Augen und lässt das einmal auf dich wirken.]
... Du wirst dann schon bald merken, dass es gut so ist... dass du viel besser entspannen kannst... und dabei in eine schöne Trance gelangst... einfach so... wie von selbst...
Vertiefung
Ich zähle nun von 20 beginnend rückwärts bis Null... Und wenn ich bei Null angekommen bin, dann bist du bereits in einer sehr tiefen Trance angelangt...
20...... Du spürst die Entspannung...... Sie geht tiefer und tiefer
18...... Deine Atmung wird mit jedem Atemzug ruhiger......
16 ..... Du lässt alle Gedanken los. lässt sie weiterziehen.
14...... Wärme strömt von deinem Kopf aus in deinem gesamten Körper...... Dein ganzer Körper wird von Wärme erfüllt........
12...... Lass deinen Körper immer schwerer werden... immer schwerer...
10...... Deine Füße tragen dich den ganzen Tag...... Nun aber dürfen sie entspannen...
8..... Du spürst die Entspannung deines Körpers... Lass ihn schwerer und schwerer werden...
6..... Du spürst ein sanftes Kribbeln in deinen Füßen...
4..... Dein Blick dreht sich immer mehr nach innen ganz in deine Mitte hinein...
2..... Deine Entspannung geht immer tiefer... Du kannst jetzt alles loslassen...
0.... Genieße nun die Entspannung voll und ganz...
Kreativer Teil
Du kennst das Bedürfnis nach Sicherheit und Ruhe...... Ich kann dir helfen, einen besonderen Raum deiner Sicherheit in deinem Inneren einzurichten einen Raum, in den du dich zurückziehen kannst... in dem du immer wieder und ganz schnell Geborgenheit und Sicherheit finden kannst... Einen solchen Ort wünschen sich die meisten Menschen...... Du wirst ihn heute erschaffen.... nur für dich
Stell dir vor, du stehst mitten auf einer schönen alten Straße und schaust direkt auf ein wunderschönes Haus ein Haus mit hohen Fenstern und Türen...... ein altes Haus, das aussieht, als sei es von selbst gewachsen in dieser Landschaft...... Geh auf das Haus zu...... es ist dein inneres Haus...... In diesem Haus findest du alle schöpferischen Fähigkeiten und alle Kreativität in dir Gehe immer näher heran und betrachte es. Es ist stabil und sicher gebaut.... hat auch raue Zeiten überstanden und steht immer noch fest wie ein Fels in der Brandung...
Öffne die Tür...... Sie lässt sich ganz leicht öffnen...... Trete ein in dein inneres Haus...... Im Eingangsbereich findest du Wandschränke, die du öffnen kannst....... Du öffnest einen Schrank nach dem anderen und alle sind leer...... Sie stehen dir zur Verfügung...... Du kannst alles darin abstellen, was du jetzt nicht brauchst...... Alle Gedanken, alle Sorgen, alle Gefühle kannst du wie einen Rucksack absetzen und in den Wandschränken verstauen....... Du setzt also den Rucksack deines Tages ab und stellst ihn in einen Schrank, den du sofort schließt Dann gehst du weiter durch den Flur des Hauses...... es gibt viele Türen hier...... viele Räume, in denen du Ereignisse und Erlebnisse deines Lebens finden kannst... und Möglichkeiten...
....... Du kommst zu einer Tür, an der ein Schild hängt mit der Aufschrift: Raum der Sicherheit Öffne die Tür und gehe hinein...... Der Raum ist leer ... Es soll dein Ort der absoluten Sicherheit sein... deine Zuflucht...... vielleicht dein Panic Room......
........Überlege dir, was du alles gebrauchen kannst in diesem Ort der Ruhe und Sicherheit...... Wähle ein Möbelstück, dass dir Geborgenheit geben kann...... vielleicht eine bequeme Couch oder einen Fernsehsessel... oder eine kuschelige Matratze mit einer flauschigen Decke... oder was eben am besten zu dir passt...... Stell dieses Möbelstück auf und probiere es aus...... Mach es dir darauf bequem und lass es für dich wirken...... Spüre, wie es dir tatsächlich schon ein Gefühl von Sicherheit geben kann... Richte den Raum weiter ein...... Vielleicht brauchst du einen Tisch, ein paar Regale oder andere Möbelstücke, die dir in den Sinn kommen... Wähle alles so, dass du dich dabei wohlfühlen kannst... und sicher...
...... Überlege dir nun, wie du dich schützen kannst in diesem Raum... Bringe eine sichere Verriegelung an der Tür an und an deinem Fenster... eine Verriegelung, die du ganz leicht betätigen kannst...... die dir absolute Sicherheit gibt, sodass nichts und niemand in deinen Raum eindringen kann, ohne deine Zustimmung...
Überlege dir nun eine Kommunikationsmöglichkeit...... Vielleicht soll es ein abhörsicheres Telefon geben, damit du nach außen Kontakt aufnehmen kannst, ohne Angst haben zu müssen...... damit du unerkannt bleiben kannst, wenn du es willst...... Möglicherweise willst du lieber ein Funkgerät haben oder eine Verbindung über das Internet... mit einer Webcam...... Entscheide selbst, was dir am meisten Sicherheit gibt und wie du nach außen gehen kannst, wenn du dich in Sicherheit bringen willst...... Entscheide selbst, wie du dich mitteilen willst, wie du darüber reden willst, wenn du Angst hast...... Du kannst an einem sicheren Ort sein und gleichzeitig Mitteilungen senden...... Entscheide also auch, wer in deine Kontaktliste aufgenommen wird...... Probiere deine Kommunikationswege nun aus Stell dir vor, wie du jemanden anrufst und mit jemandem über deine Angst sprichst...... Du weißt, dass dir an dem sicheren Ort nichts passieren kann und dass du dich sofort darin abgrenzen kannst...... Nur du entscheidest also, wie du dich mitteilst...
...... Überlege nun, wer dich an dem sicheren Ort besuchen darf...... wer Zugang zu deinem inneren Haus haben darf, um dich zu besuchen, gerade dann, wenn du dich weit in dieses Haus zurückziehst...... Vereinbare mit diesem Besucher ein Signal, das du ihm gibst, sodass er in deinen sicheren Raum hinein darf...... Vielleicht soll jemand einen Schlüssel haben, dem du ganz vertraust...... oder den Zugangscode zu deinem Sicherheitsriegel vor der Tür...... Oder aber du entscheidest von Mal zu Mal, wer zu dir darf und öffnest dann selbst dein inneres Haus, um über deine Angst zu sprechen...
Du brauchst noch etwas zu essen in deinem Sicherheitsraum ... vielleicht einen Kühlschrank oder eine Mikrowelle ...... Du kannst dir auch einen Speisenaufzug einrichten, über den deine Verpflegung an geliefert wird, wenn du länger in deinem Raum bleiben solltest ...... Plane deinen Raum genau so, dass er für dich der sicherste Rückzugsort, das beste Versteck sein kann ......
Überlege, was du noch brauchst, um dich wohl zu fühlen und richte dein Zimmer weiter ein ... Es soll alles da sein, was du brauchst, um dich wohl zu fühlen ... so wie du es am besten kannst ... Richte alles in Ruhe ein ... Alle deine Wünsche werden in deinem inneren Haus erfüllt ... alles, was du brauchst, wird dir von freundlichen Hel fern gebracht ...
Und dann genieße die Ruhe und das Gefühl der Sicherheit in deinem Raum .... Verriegle die Tür, wenn du willst und bleibe ganz in diesem Raum ... Spüre, wie viel Sicherheit und Ruhe er dir geben kann ... jetzt und an jedem Tag ... jetzt und an jedem Tag ... Mach es dir bequem und gemütlich ... So ruhig und schön kann es an deinem Ort der Sicherheit sein ...
Posthypnotischer Auftrag
Und nun planst du, wie du am schnellsten an diesen Ort kommen kannst, wenn du Angst hast oder wenn du einfach hier sein möchtest, um Ruhe zu finden ...... Du überlegst dir, dass du einfach kurz die Augen schließen kannst, um hier hin zu gelangen ... und immer, wenn du die Augen schließt, um in deinen Raum der Ruhe zu kommen, öffnet sich die schwere Haustür von selbst ... Sobald deine Augen geschlossen sind, ist die Tür deines inneren Hauses auch schon für dich geöffnet und du gehst in den Eingangsbereich ...
Dort stellst du den Rucksack deiner Angst und all deiner Belastungen in den Wandschrank und wirst dabei schon ruhiger ... so wie jetzt ... genauso ruhig wie jetzt ... Dann gehst zu dem Raum der Sicherheit, der sich von selbst öffnet, wenn du dich näherst ... Du gehst hinein und verriegelst die Tür und genießt die Ruhe ... so wie jetzt ... Ruhe wie jetzt ... Sicherheit wie jetzt ... So einfach kann es sein ... Jeden Tag kannst du den Raum der Sicherheit aufsuchen, indem du kurz die Augen schließt und damit den Zugang zu deinem Haus öffnest und hineingehst ...
Du prägst es dir fest ein ... Augen schließen und schon bist du dort ... Augen schließen und schon bist du dort ... und nur du entscheidest, wann du diesen Ort verlässt ... wann du mit jemandem sprichst ... oder dich anders mitteilst ... wenn du wieder in Sicherheit bist ... und dich besser fühlst ... so wie jetzt ...
Ausleitung
Nun ist es Zeit, alle inneren Bilder auszublenden und wieder zurückzukehren, um wieder ganz im Hier und Jetzt zu sein ...... Du stellst dich also darauf ein, wieder wach zu werden ...... In wenigen Augenblicken wieder ganz hier zu sein ... hier in diesem Raum, vollkommen wach und gut erholt ...... Und schon kommt das Leben zurück in deinen Körper ...... in die Füße ...... in die Beine ...... in den Bauch ...... Du atmest tief ein, dabei kommt das Leben auch zurück in deinen Oberkörper ...... in die Arme ...... und in den Kopf ...... Du atmest noch einmal tief ein und verspürst schon wieder den Drang, dich zu bewegen ...... Du reckst dich und streckst dich ...... Du bewegst die Arme und Beine und wirst wieder wach ...... Noch einmal atmest du tief ein und öffnest die Augen ...... Du bist wieder wach
