Hypnose 9
Angst verlieren im Land der Träume

Die folgende Hypnosesitzung ist eine Fantasiereise durch das Land der Träume, das innere Haltungen und Veränderungsmöglichkeiten repräsentiert. Fantasiereisen benötigen nur eine kurze Tranceeinleitung, da sie eine sehr stark vertiefende Wirkung haben.

Einleitung
Du schließt die Augen und suchst zunächst einmal die bequemste Position auf deiner Unterlage ...... Je bequemer es ist, desto leichter kannst du nun entspannen ...... Stell dir vor deinem inneren Auge eine brennende Kerze vor ...... vielleicht eine weiße Kerze, die direkt vor dir steht ...... Sie hat eine schöne helle Flamme ...... Du schaust direkt auf diese Kerze direkt in die schöne, helle Flamme hinein ...... Die Kerze brennt ruhig und langsam ...... Und dein Blick dreht sich langsam nach innen ...... Du kommst zur Ruhe und wenn du willst, kannst du mit diesem Bild der Kerze spielen ...... Du kannst sie ganz ruhig brennen lassen.
... Du kannst dir aber auch vorstellen, wie die Flamme der Kerze sich durch deinen Atem hin und her bewegt ...... Immer wenn du ausatmest, kannst du sehen, wie die Flamme sich bewegt ...... bei jedem Atemzug ...... Sie brennt weiter und weiter ...... Sie bewegt sich hin und her ...... immer wenn du ausatmest ...... Und langsam wird die Flamme kleiner und kleiner ...... Und du sinkst dabei tiefer in die schöne Entspannung ...... Du stellst dich innerlich darauf ein, eine wunderschöne Reise in ein weit entferntes Land zu machen ...... ein Land in dem alles möglich ist ...... das Land der Veränderung und Heilung ...... das Land deiner Träume ......

Kreativer Teil im Land der Träume
... Du gehst in das Land der Träume ... Du bist heute hier, um etwas über deine Angst zu lernen. Vor allem kannst du lernen, oder zunächst mal entdecken, woher deine Angst eigentlich kommt ...... Vielleicht hast du ja auch eine Vorstellung, wie sie entstanden ist ...... Vielleicht gibt es ein besonderes Ereignis, das du für deine Angst verantwortlich machst ...... Meistens ist es jedoch so, dass Ängste nicht einfach aufgrund eines besonderen Ereignisses entstehen ...... Viele Ereignisse in unserem Leben tragen dazu bei, dass wir bestimmte Schwierigkeiten ...... und dazu gehört auch deine Angst ...... im Laufe der Zeit entwickeln ......
Du findest einen Weg, der quer durch das Land der Träume führt. Am Wegesrand steht ein Schild mit der Aufschrift: Museum deiner Angst ...... Ein Pfeil zeigt die Richtung, die du gehen musst ...... Du folgst also diesem Weg, um die Hintergründe und die Entstehung deiner Ängste zu finden und heute in Ruhe zu betrachten ...... Du begibst dich auf diesem Weg immer tiefer in die Welt des Traumlandes. Von weitem siehst du schon dieses alte Haus ...... Der Weg führt direkt auf den Eingang zu ...... Und mitten auf dem Weg wartet ein freundlicher Helfer auf dich ...... Er begleitet dich bis zu dem Haus ...... Vielleicht ist es ein Mensch, den du kennst, der dir schon oft geholfen hat ...... Vielleicht aber ist es auch ein neuer Freund, dem du heute erst jetzt begegnest ......
...... Das alte Haus kommt immer näher. Du kannst das große Schild über der Eingangstür schon lesen ...... Museum deiner Angst ...... Du kommst immer näher. Du weißt, dass du dich heute noch einmal mit all deinen Ängsten beschäftigen willst ...... Du weißt natürlich auch, wie die Angst sich anfühlen kann. In der Vergangenheit hast du das ja oft erlebt ...... Immer wieder diese Angst gespürt ...... Du machst dir gleichzeitig klar, dass du im Land der Träume immer Ruhe findest. Auch dein Helfer ist vollkommen ruhig und gelassen ...... Wenn du jetzt einmal daran denkst, wie deine Ängste sich angefühlt haben, dann merkst du auch, dass du dich jetzt auf jeden Fall besser fühlst ...... Jetzt, in diesem Zustand der Entspannung ...... in dieser Ruhe ...... kannst du über die Angst nachdenken. so als könntest du Überschriften dafür finden. Dennoch fühlt es sich anders an. Gelassener, ruhiger, besser ...... Du kannst es ausprobieren ...... Denke an die Angst und spüre, wie einfach das hier ist ...... So kannst du dann gleich auch das Haus betreten, die Zusammenhänge deiner Ängste wie in einer Ausstellung betrachten, und dennoch ruhig und gelassen bleiben.
...... Du stehst vor dem Haus. Dein Helfer macht es sich gemütlich. Er legt sich bequem hin, um sich auszuruhen. Und in aller Ruhe und Entspannung wartet er hier auf dich ...... Du öffnest die große dunkle Tür dieses Hauses. Und zu deinem Erstaunen lässt sie sich ganz leicht öffnen ...... Du gehst hinein. Du stehst in einer Eingangshalle und findest einen langen Flur, der zu den Ausstellungsräumen dieses Museums führt ......
...... Schritt für Schritt gehst du tiefer in das Innere des Hauses ...... Du kommst zu einer Tür, an der ein Schild hängt. Darauf steht: Raum der vergangenen Personen ...... Du öffnest die Tür und gehst in diesen Raum. Dort angekommen, merkst du, dass dieser Raum viele Türen hat ...... Eine nach der anderen öffnet sich, und ganz viele Menschen kommen zu dir in diesen Raum ...... alle Menschen, die einen Beitrag dazu geleistet haben, dass dir diese Angst gewachsen ist, kommen nun zu dir in diesen Raum der vergangenen Personen ...... Du schaust dir an, wer diese Menschen sind ...... Vielleicht hast du mit einigen von ihnen gerechnet, weil du bereits wusstest, dass deine Auseinandersetzung mit ihnen ...... oder aber euer gemeinsamer Weg etwas dazu beigetragen hat, dass diese Angst in dir einst gewachsen ist ...... Andere überraschen dich vielleicht, weil dir bisher nicht klar geworden war, dass auch die Beziehungen zu ihnen einen Teil der Angst gestaltet haben ...... vielleicht manchmal vergrößert haben ...... oder aber am Laufen gehalten haben ...... Du lässt sie also alle hereinkommen und machst dir klar, dass du einst gelernt hast, das Gefühl der Angst zu entwickeln und daran festzuhalten ...... Gleichzeitig denkst du darüber nach, wie du die Situation nutzen könntest, um nun zu lernen, deine Angst loszulassen und freier zu sein ......
Heute kannst du etwas Neues tun ...... Du kannst heute von diesen Menschen lernen, wie es eben geht, dich frei zu fühlen ...... Wenn du auch einst etwas anderes gelernt hattest, so bietet sich dir heute die Möglichkeit, das Beste von ihnen zu lernen, dass sie dir geben können: Mut und Freiheit ...... Dann entdeckst du, dass überall auf dem Boden kleine bunte Schachteln stehen ...... Sie sehen aus wie Geschenke. Und jede dieser Personen, in die nun zu dir gekommen ist, um dir zu zeigen, dass du dich von deiner Angst befreien kannst ...... jede einzelne stellt sich vor ein solches Geschenk ......
...... Plötzlich kommt die Person aus seinem Leben zu dir, die dir bisher am meisten helfen konnte im Umgang mit deinen Ängsten ...... Diese Person, ob sie nun ein Ratgeber war oder ein Vorbild oder etwas anderes, kommt in deinem Museum nun zu dir, um dir auch nun Hilfe zu geben ...... Dieser Mensch sagt: Sieh dir die Schachteln an, die hier liegen wie Geschenke ...... Jede gehört zu einer Person, so wie sie vor den Geschenken stehen ...... In jeder Schachtel befindet sich genau das, was du einst von dieser Person oder im Kontakt mit ihr gelernt hast ...... All das, was beigetragen hat zu deiner Angst ...... Manche dieser Personen spielen vielleicht auch heute noch eine große Rolle in deinem Leben, andere sind vielleicht daraus bereits verschwunden, wieder andere leben möglicherweise schon nicht mehr auf der Erde ...... Doch alle, die sich mit dir nun in diesem Raum befinden, sind hier und heute nur eine Spur der Vergangenheit. Sie sind hier, um das abzuholen, was du einst erhalten hast. Sie sind hier, um den Anteil deiner Angst mitzunehmen, den du im Kontakt mit ihnen aufgebaut hast ......
...... Du blickst in die Runde. Du schaust in ihre Gesichter ...... Viele von ihnen kennst du, und bei einigen wusstest du bereits, dass ihre Anwesenheit in deinem Leben mit der Entstehung einer Angst zu tun hatte ...... Bei anderen wusstest du es nicht, vielleicht wird es erst in diesem Moment klar, wenn du in ihre Gesichter blickst ...... Wieder andere haben gar kein Gesicht, sie stehen einfach da, und du kannst nicht erkennen, wer sie sind ...... Auch das hat es in deinem Leben gegeben. Du bist Menschen begegnet, hast vielleicht eine gemeinsame Zeit mit ihnen verbracht, möglicherweise sogar sehr lange. Und dennoch ist es dir nicht aufgefallen, früher nicht und nicht einmal heute, dass euer gemeinsamer Weg etwas zu deiner Angst beigetragen hat ...... Du lässt sie also einfach hier sein, alle die du erkennen oder auch nicht erkennen kannst.

Ganz von selbst haben alle ihren Anteil gefunden und stellen sich vor ihn. Dieser Anteil steht freundlich verpackt wie ein Geschenk zu ihren Füßen ... ... Du gehst also zu jedem einzelnen hin, um ihm wieder zu geben, was zu ihm gehört. Du hebst einfach die Schachtel auf, und übergibst sie mit beiden Händen der jeweiligen Person ... Bei einigen möchtest du dich vielleicht sogar bedanken für die gemeinsame Zeit, weil du bemerkst, dass sie auch etwas Positives hatte ... Bei anderen empfindest du vielleicht ein unangenehmes Gefühl oder sogar Angst ... Wenn du willst, übergibst du ihnen ihr Geschenk schweigend oder aber du findest die Worte, die in diesem Augenblick zu deinen Gefühlen passen, was auch immer du dann sagen möchtest ... ... So gehst du nacheinander zu jedem Einzelnen. Und jedem Einzelnen übergibst du seinen Anteil bis jeder eine Schachtel in den Händen hält ... ... Lass dir Zeit und gib alles zurück, was du einst bekommen hast, um dich jetzt von der Angst zu befreien ... ...

... ... Und nun verabschiedest du dich von ihnen und damit auch von allem, was der Vergangenheit angehört ... ...

... ... ganz gleich, welche Rolle die eine oder andere Person in deinem Leben spielt und wann du sie wieder sehen wirst in deiner wachen Wirklichkeit ... du verabschiedest dich von all den vergangenen Gefühlen und Stimmungen ... Du verabschiedest dich von jeder vergangenen Auseinandersetzung ... Du verabschiedest dich von jeder ungeklärten Frage ... ... Du verabschiedest dich von der Vergangenheit ... Und alle drehen sich um und gehen durch die Türen, durch die sie gekommen sind ... ...

... Jede Person nimmt ihren Anteil mit und geht dorthin, wo sie hergekommen ist ... in die Vergangenheit ... ... Der Raum, in dem Du dich befindest, ist nun vollkommen leer ... ... Nur du bist hier und dein besonderer Helfer des Museums ... Er sagte zu dir: Nun geh zurück in deine Zeit ... ... in die Gegenwart ... ... So gehst du zurück zur Eingangshalle. Du begibst dich zur Ausgangstür. Ein goldenes Schild hängt an der Tür, auf dem steht: Angekommen im Hier und Jetzt ... Du öffnest die Türe und gehst hindurch in die Freiheit ... ... Dein zweiter freundlicher Helfer hat hier draußen auf dich gewartet und begleitet dich auf deinem Rückweg ... ... Und mit jedem Schritt kommst du deutlicher im Hier und Jetzt an ... ... in der Gegenwart des Augenblicks ... ... Schritt für Schritt, in deiner Geschwindigkeit ... ... in deinem Tempo ... kommst du in der Gegenwart an ... Du lässt deine Gedanken hin und her gehen und kommst in der Gegenwart des Augenblicks an ... ...

Ausleitung
Wir sind fast am Ende angekommen wieder hierher zurückzukehren ... Es ist daher Zeit, nun langsam wieder hierher zurückzukehren ... in deiner Geschwindigkeit, in deinem Tempo wieder wach zu werden ... Mit jedem Atemzug wirst du wacher und wacher ... Du atmest ein und dein Puls beschleunigt sich ... ... Das hilft dir, wach zu werden ... ... Du atmest ein und dein Kreislauf bleibt stabil ... Du spürst, dass es dir gut geht ... ... Du atmest ein und Leben kehrt in deinen Körper zurück ... ... Du atmest ein und möchtest dich bewegen ... Du atmest ein und deine Gedanken werden klarer ... ... Du atmest ein und wirst wacher ... Du atmest ein und kommst näher und näher ... ... Du atmest ein und hörst mich deutlicher ... ... Du atmest ein und öffnest die Augen ... ...